Fertiges

Mittwoch, 15. März 2006

Seitenblicke.

Was ich an anderen Blogs besonders mag, sind Fotos von fertigen Objekten. Davon kann ich gar nicht genug bekommen. Zum einen befriedigt dass mein voyeuristisches Verlangen, zu sehen, welche Modelle, Garne und Farben andere wählen und wie das fertige Stück dann wirkt. Zum anderen bringt es mitunter wichtige Erkenntnisse über Schnittführung und Details, die auf den zur Anleitung gehörenden Bildern nicht erkennbar waren. Oder zeigt, wie ein Modell in einer größeren Größe aussieht. Manchmal ist das zum Beispiel gar nicht vorteilhaft, und die eine oder andere Idee habe ich wieder verworfen, nachdem ich Fotos des Wunschobjekts in meiner Größe sah. Viel häufiger lasse ich mich aber anstecken und staune über die wunderschönen Sachen, die andere stricken, und füge meiner langen Liste mit Plänen für zukünftige Strickprojekte wieder einige Punkte hinzu. In dieser Woche habe ich aber zwei Dinge entdeckt, die ich nicht nachstricken werde, obwohl ich sie fantastisch finde – bei dem einen scheitert es an meinen mangelnden Fähigkeiten, das andere finde ich einfach nur so klasse. Schaut doch mal bei Steph vorbei – sie hat nach dem Muster der Pomatomus-Socken aus der Knitty Handschuhe gestrickt, die sind unglaublich schön geworden. Und Drew hat seinen Streifenpullover beendet – ist er nicht super cool? Ich tue mich ja mitunter schon schwer, einer Anleitung zu folgen, umso mehr bewundere ich alle, die nach eigenen Entwürfen stricken können!

Freitag, 24. Februar 2006

Fremde Federn.

Durch einen Kommentar bin ich gestern auf den Blog von Steph aufmerksam geworden. Sie macht tollen Schmuck, näht, entwirft Sockenmuster und strickt ganz wunderschöne Sachen – die ich am liebsten gleich alle selbst haben möchte. Das heißt, eines davon habe ich sogar schon – nämlich den Wickelcardigan aus der Rebecca vom letzten Sommer:

rebeccawrapcardi

Allerdings habe ich ihn nicht selbst gestrickt, er ist ein Geschenk meiner Oma. Sie hat viele Jahre ihres Lebens professionell für andere Leute gestrickt, hauptsächlich mit der Maschine, aber vieles auch mit der Hand. Als Kind fand ich das toll: ich durfte mir oft aus Zeitschriften etwas aussuchen und sie hat das dann für mich nachgestrickt. Ich erinnere mich an einen Pullover mit einem Snoopy-Motiv vorn, da war das Ohr extra angestrickt und hing herunter. Darauf war ich so stolz. Auch Leo hat schon einige niedliche Sachen bekommen, eine kleine FairIsle-Jacke zum Beispiel, meine Oma liebt es nämlich kompliziert ;-). In den letzten Jahren hat sie hauptsächlich relativ einfache Kinderpullover gestrickt und an Waisenhäuser in Osteuropa geschickt. Und dann dieses Jäckchen für mich: verwendet hat sie das Originalgarn, also ggh Soft Kid, nur musste sie sich neue Nadeln kaufen – sie besaß in ihrer umfangreichen Sammlung kein einziges Paar, das dicker war als Stärke 4 mm. Kann man sich das vorstellen?! Sie hat mir erzählt, dass sie innerhalb weniger Tage fertig war, weil ihr das Lochmuster so großen Spaß gemacht hat. Und wunderschön ist es geworden!

Nun wird meine Oma in diesem Sommer 85 Jahre alt, und obwohl es ihr sonst sehr gut geht, strengt sie das Stricken immer mehr an, und die Wickeljacke für mich war ihr letztes Projekt. Da ich nun - wie sie findet, endlich - auch angefangen haben zu stricken, hat sie in aller Ruhe aufgehört und die Nadeln in meine Hände gelegt. Das Jäckchen liebe ich natürlich sehr, und es hat einen ganz besonderen Platz in meinem Kleiderschrank.

Dienstag, 14. Februar 2006

Wer leuchtet schöner?

Kandidat 1: Das Original.

campariorange1

Kandidat 2: Die Kopie.

campariorange3

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wie ich finde. Ich trinke gern Campari, allein schon der verführerischen Farbe wegen, und als ich die gleichnamige Wollmeisen-Wolle in Suzis Blog sah, war es sofort um mich geschehen. So wunderschön leuchtend!Die Freude war perfekt, als Suzi mir einen Strang davon schenkte. In Sockenwollstärke und zusammen mit einer Anleitung zum Sockenstricken, so dass die Bestimmung des Garns gleich festgelegt war :-) Nachdem ich mit der grünen Regia ein bisschen geübt hatte, konnte ich es gar nicht abwarten, die Campari-Orange-Socke zu beginnen. Da die Wolle 6fach ist, ging es recht schnell, ich habe außerdem auch nur Größe 36/37 gestrickt. Sie sollen ein Geschenk für meine Mama werden - die liebt nämlich Orange in allen Schattierungen und trägt gern warme Socken. Übrigens ist das Garn nicht nur schön gefärbt, sondern auch sehr, sehr weich und sicher angenehm zu tragen.

Hier ist die fertige Socke und noch ein Detail des Farbverlaufs.

camparisocke

campariorange2

Wenig begeistert bin ich allerdings von der Aussicht, nun noch die zweiten Socken stricken zu müssen. Das erscheint mir ähnlich aufregend wie der berühmte zweite Ärmel, und entsprechend niedrig ist meine Motivation.

Montag, 13. Februar 2006

Sie ist fertig!

socke6

Außer mir selbst hat ja offenbar niemand daran gezweifelt .... aber nun bin ich sehr froh und ein kleines bisschen stolz, dass auch ich Socken stricken kann. Weder perfekt zwar und nicht annähernd in der atemberaubenden Geschwindigkeit, mit der zum Beispiel Evelyn jede Woche ein Paar fertig stellt - aber es ist eine Socke, und ich habe sie selbst gestrickt :-).

Ich glaube, so richtig infiziert habe ich mich mit dem Sockenstricker-Virus noch nicht (obwohl schon eine zweite fertig ist, aber die zeige ich erst morgen). Aber es macht Spaß!

Donnerstag, 9. Februar 2006

Grau, ja grau ...

... ist alles, was ich stricke. Naja, nicht wirklich. Aber bei Schals macht sich eine gewisse Tendenz bemerkbar. Die beiden ersten beiden, mit denen ich auch das Stricken gelernt habe, waren aus dunkelgrauer Schurwolle (eigentlich wollte ich Alpaka kaufen, aber die Verkäuferin meinte, das wäre zu empfindlich für einen Schal?) und aus mittelgrauem Mohair. Wenn es neue Garne gibt, schaue ich zuerst, ob es ein schöner Grauton dabei ist. Und auch ansonsten mag ich diese Farbe gern, weil sie elegant ist und zurückhaltend, und sich unterordnet, um andere Dinge zum Strahlen zu bringen.

Im vergangenen Jahr war ich auf der Suche nach einem Geschenk für meinen Vater. Meine Oma überredete mich dazu, ihm einen Schal zu stricken (sie ist natürlich auch bei ihrem 60jährigen Sohn stets darauf bedacht, dass er etwas Warmes um den Hals hat ;-)), vielleicht aus einem besonders schönen Material. Entschieden habe ich mich dann tatsächlich für etwas Besonderes, nämlich für Cashmere luxe von Lang. Und zwar in Grau :-) Weder davor noch danach habe ich jemals so viel Geld für Wolle ausgegeben, 25 g kosteten 16,00 Euro, und sechs Knäuel habe ich gebraucht. Aber was für ein Traum, damit zu stricken: das Garn ist dick und weich und federleicht - ich wollte es gar nicht mehr aus den Händen legen. Und den Schal hätte ich auch am liebsten behalten :-)

papas-schal

Montag, 6. Februar 2006

Meine Oma hat Recht.

Wie alle anderen Omas und Mamas natürlich auch, wenn sie immer mahnte: "Kind, zieh dir was Warmes an!" Genauso lange, wie ich das hörte, habe ich es auch ignoriert. Durch meine Adern fließt nämlich Frostschutzmittel (zumindest behauptet mein Freund das ;-)), und auch bei -20° sieht man mich mit offenem Mantel, ohne Mütze, Handschuhe und ohne Schal, mit nacktem Hals eben, wie meine Oma kritisieren würde. Und da meine Oma hier nicht mitliest, darf ich verraten, dass ich auch im Winter zwischen kleinen Eisschollen im See bade, zumindest, wenn ich vorher joggen war. Nun hatte es mich aber doch erwischt, nur eine miese kleine Erkältung, aber auch das ist schon mehr, als ich gewohnt bin, und entsprechend jammerig bin ich gleich zum Arzt gegangen. Die beiden Tage, die ich krankgeschrieben zu Hause war, habe ich damit vertan, mich mit den Nähten von Bret herumzuärgern und - ganz reumütig - endlich diesen Schal fertig zu stellen.

sunsetshawl

Das ist der Sunset-Shawl von Blue Sky Alpaca, gestrickt im gleichnamigen Garn, nur eben nicht in den Farben des Sonnenuntergangs, sondern einfarbig in Grau. Das Garn ist traumhaft weich und leicht, und die Anleitung gefällt mir ebenfalls. Bis auf zwei Kleinigkeiten: Man strickt mit einem sehr dünnen und einem sehr dicken Garn längs abwechselnd hauptsächlich kraus rechts. Am Ende wird der Schal gewaschen und auf die maximale Länge geblockt. Da die letzte Reihe im dünnen Garn gestrickt wird, fand ich es sehr schwer, so locker abzuketten, dass diese Seite genauso elastisch ist wie die Aufnahmereihe. Und die Fransen haben mir Probleme gemacht. Das mag aber daran liegen, dass ich keinen ordentlichen Rand hatte, es war jedenfalls kein Vergnügen, und richtig schön geworden ist es nicht. Dabei hatte ich eine so tolle Unterstützung: Leo hat mir nämlich immer acht Fäden abgezählt und so hingelegt, dass ich sie nur anknüpfen musste :-)

Dann habe ich mir in aller Ruhe das neue Rowan Magazin angesehen, das letzte Woche ankam. Sehr, sehr schön und inspirierend, auch wenn ich vermutlich gar nichts daraus stricken werde. Aber meine Wunschliste ist ohnehin schon lang genug. Und das hier habe ich mir gekauft:

regia

Sockenwolle und ein Nadelspiel. Bevor ich die schöne Wollmeisen-Wolle verstricke, will ich gern ein bisschen üben, da kam mir das Angebot für die Regia-Wolle gerade recht. Heute Abend geht es los!

Mittwoch, 1. Februar 2006

Etwas Warmes.

Leos große Schwester war vor kurzem sehr krank, sie lag mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Mittlerweile hat sie sich gut erholt, und weil wir uns alle so darüber freuen, wollte ich ihr ein kleines Geschenk machen, nämlich einen kuschlig-warmen Schal und eine passende Mütze. In meinem Vorrat fanden sich sieben Knäuel Debbie Bliss Alpaca Silk in Petrol, daraus wurden der schon erwähnte Jilly Scarf und das Beret aus der Anleitung, die man letztes Jahr als Willkommensgeschenk im DB Club bekam (Danke noch einmal an Suzi, die mir ihre überlassen hast - ich hatte meine nämlich längst verloren).

jilly-beret

Das Beret konnte ich an einem Abend fertig stellen, also für meine Verhältnisse in Lichtgeschwindigkeit :-). Es hat sich nett gestrickt, ich finde es allerdings ein wenig klein. Bei mir sieht es eher nach einer Kappe im 30er-Jahre-Stil aus als nach einer richtigen Baskenmütze, trotzdem aber ganz hübsch. Ich hoffe, Elisabeth findet das auch - mit 17 Jahren hat sie natürlich oft eine andere Meinung als ich. Der Schal hat die restlichen fünfeinhalb Knäuel verschlungen und war ebenfalls ein schönes Nebenher-Projekt. Dadurch, dass er glatt rechts gestrickt ist, ist er nicht sehr dick, sondern eher flächig, und kann so ein- oder zweimal umgeschlungen werden. Die Alpaca Silk hat ja keine große Lauflänge und hätte bei einem klassischen Rippmuster nur für einen kleinen Schal gereicht. Die Ab- und Zunahmen an den Seiten halten das glatt-rechts-Gestrick relativ glatt, ein wenig Dämpfen musste ich nur die Enden, die über vier Reihen kraus gestrickt wurden. Ein kleines bisschen kringelt er sich beim Tragen, aber das sieht auch ganz hübsch aus, finde ich.

Hier noch einige Bilder, zweifach umgelegt, einfach, und offen.

jillyscarf1

jillyscarf2

jillyscarf3

Montag, 16. Januar 2006

Ein kleines Auftragswerk.

streifenschal

Als ich im Herbst an einem Schal für meine Mama strickte, wurde mein Sohn ein wenig eifersüchtig und forderte für sich selbst auch einen Schal ein. Wir haben uns dann mit zwei Ordnern Shadecards - einmal Debbie Bliss und einmal Rowan - aufs Sofa gesetzt und Leo sollte mir zeigen, welche Farben ihm gefallen, seine Maxime war nämlich "ganz bunt". Schön fand er vor allem die warmen, leuchtenden Farben, seine Lieblingsfarbe ist schließlich auch Orange (ganz die Oma ;-)). Allerdings wollte er auch Pink und Lila, und da wurde es mir dann im Wortsinn zu bunt. Ich bin schließlich in ein Wollgeschäft gegangen und habe mich für Maxima von ggh entschieden, einer superwash Merino. Leos Wunsch nach Rot und Orange wurde entsprochen, dazu habe ich die Farben seiner Winterjacken genommen. Grau wie sein Dufflecoat, khaki wie sein Parka und beige wie seine Daunenjacke. Gestrickt habe ich längs in unterschiedlichen Breiten und verbraucht habe ich, inklusive der Fransen, von jeder der fünf Farben etwas weniger als ein Knäuel. Der Schal ist knapp 20 cm breit und 125 cm lang. Leo gefällt er gut, er trägt ihn beinah täglich. Ich muss allerdings sagen, dass ich von der Wollqualität nicht sehr angetan bin. Nach einem Weihnachtsmarktbesuch mit Zuckerwatte-Essen musste der Schal in die Waschmaschine, danach war er deutlich länger, und die Fransen waren komplett in einzelne Fasern zerteilt. Obwohl das Garn sehr weich ist und sich bestimmt angenehm trägt, würde ich nach dieser Erfahrung ganz sicher keinen Pullover daraus stricken.

Montag, 9. Januar 2006

Der Schalkragen ist angenäht!

paula

Wochenlang habe ich die Fertigstellung dieser Jacke vor mir hergeschoben. Sie war eigentlich fertig, nur der große Schalkragen, der separat gestrickt wurde, wartete noch darauf, angenäht zu werden. Die einzige Art, zwei Strickstücke aneinander zu nähen, die ich halbwegs beherrsche, ist der Matratzenstich. Meine Befürchtung war, dass man dabei die Naht sehen würde, da der Kragen umgeschlagen wird. Und auf der linken Seite zu nähen, erschien mir zu schwierig. Ich habe also lange hin und her überlegt, meine Oma gefragt und schließlich deren Rat befolgt, nämlich im Nacken angefangen (mit Matratzenstich) und dann die Seiten von unten nach oben angenäht. Und vorher brav die Maschen gezählt. Das hätte ich besser gleich getan, dann wäre mir nämlich aufgefallen, wie gut die Anleitung von Debbie Bliss ist. Es sind genauso viele Maschen am Rand der Jacke wie am Kragen - es war fast ein Kinderspiel. Auf den Fotos unten zu sehen ist der Kragen von innen und an der Seite. Meine Befürchtungen waren übrigens umsonst, man sieht die Nahtkanten nicht, wenn man die Jacke trägt.

paula-detail-kragen

paula-detail-seite

Noch ein paar Bermerkungen: Die Anleitung stammt aus dem Buch "Alpaca Silk". Verwendet habe ich genau dieses Garn in Graugrün / # 06. Es ist ganz weich und verstrickt sich sehr schön, ich habe aber leider Zweifel bezüglich der Haltbarkeit dieser Pracht. Die frisch-gestrickt-Optik ist jedenfalls schon fast verschwunden. Obwohl die Jacke im Wesentlichen glatt rechts gestrickt ist, ist sie sehr warm und schwer, ein Pullover aus dem gleichen Material wäre für mich zuviel des Guten (aber dafür gibt es ja Alpaca Silk DK). Also eher etwas für draußen oder für notorische Frostbeulen. Gestrickt habe ich übrigens die größte Größe (102 cm Brustumfang), was leider einen Tick zu groß für mich ist, gerade die Ärmel sind trotz genau eingehaltener Maschenprobe etwas zu weit und zu lang, ich kann sie locker umkrempeln, wie auf dem Bild zu sehen. Würde ich die Jacke noch einmal stricken, würde ich also eine kleinere Größe wählen, die Ärmel etwas kürzer und enger machen, die seitlichen Abnahmen anders gerichtet stricken und die Maschen nicht verdrehen :-)

Vor der endgültigen Fertigstellung mussten natürlich noch Fäden vernäht werden. Bei 18 Garnknäueln und sechs Strickteilen war das sehr viel und hat in jedem Fall länger gedauert als den Kragen anzunähen.

Was das Ribbelmonster anlockte.

Ich bin leider keine begnadete Strickerin. Man merkt es vielleicht schon daran, dass es hier mehr Einträge über Sachen gibt, die ich gern stricken möchte, als Berichte über Dinge, die ich tatsächlich gestrickt habe. Als Erklärung könnte ich anbieten, dass ich nur wenig Zeit habe und zudem sehr langsam stricke. Das ist aber nicht alles. In den letzten Wochen habe ich nämlich drei angefangene Pullover wieder aufgetrennt. Und „angefangen“ heißt hierbei, dass mindestens das Rückenteil fertig war und ich dementsprechend schon recht lange daran gearbeitet hatte :-( Der Grund dafür ist, dass ich verkehrt gestrickt habe. Und zwar habe ich die linken Maschen verdreht, die rechten aber normal gestrickt. Das sah im Ergebnis dann so aus:



Mir ist natürlich aufgefallen, dass mein Strickbild irgendwie seltsam und anders als in meinen Strickbüchern aussah. Ich habe das darauf geschoben, dass ich nicht gleichmäßig genug stricke und sich das mit etwas Übung geben würde. Irgendwann, während ich einen kleinen Beutel aus Baumwolle gestrickt habe, war mir plötzlich klar, dass ich etwas grundlegend falsch mache. Ich habe also die Schritt-für-Schritt Abbildungen in einem meiner Bücher mit meinen Maschen verglichen und dann hatte ich das Aha-Erlebnis. Die linken Maschen waren also schuld. Ich habe versucht, sie korrekt zu stricken, aber das fiel mir so schwer, dass ich lieber die rechten Maschen durch den hinteren Maschenteil gestrickt habe. (Und ich habe mich immer gewundert, warum linke Maschen so unbeliebt sind. So wie ich gestrickt habe, waren nämlich die rechten unangenehm …) Zu dem Zeitpunkt dieser tollen Erkenntnis waren bereits mehrere Projekte begonnen, darunter die besagten drei Pullover, die dem Ribbelmonster zum Opfer fielen. Bei zwei weiteren habe ich mich dazu durchgerungen, sie im alten Stil zu beenden, was wirklich kein Spaß ist, wenn man weiß, wie es einfacher und schöner ginge.

Der Ausschnitt oben gehört übrigens zu dieser Jacke:

plum

Das ist Plum aus dem Debbie Bliss Buch „Number Seven“, gestrickt in ihrem Cashmerino Superchunky in Grün / #17. Das Rückenteil und die beiden Vorderteile werden in einem Stück zusammen gestrickt, die Rundungen vorn mit verkürzten Reihen gearbeitet. Für den Kragen werden dann noch die separat gestrickten Ärmel dazu genommen. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass kaum Nähte zu schließen sind und dadurch auftragende Nahtkanten vermieden werden. Die Anleitung war auch für mich als Anfänger jederzeit verständlich und einfach nachzuarbeiten, das Stricken hat außerdem richtig Spaß gemacht – und mit dem dicken Garn sieht man natürlich schnell Erfolge. Ein kleiner Minuspunkt, zumindest bei mir, ist die Passform. Die Jacke ist mit 800g recht schwer und neigt dazu, von den Schultern nach hinten zu rutschen. Ähnlich konstruierte Modelle gibt es von Debbie Bliss übrigens auch in ihren Büchern „Cotton Angora“ (Jess) und „Simply Soft“ (Unstructured Coat).

Und hier noch ein Detail vom seitlichen "Saum" der Jacke, einmal außen und einmal innen.

plum-detail-aussen

plum-detail-innen

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