Fertiges

Donnerstag, 31. Januar 2008

Super Mittens.

super-mittens

Normalerweise habe ich kein Problem mit Garnresten. Kleinere Mengen werfe ich weg, größere kommen in die Restekiste, und ein Miniknäuel, nur ein paar Meter, hebe ich immer für eventuelle Reparaturen auf. Was ich allerdings nicht mag, sind Projekte, deren Anleitungen zwei Knäuel verlangen und die dann mit einem Knäuel plus einem Viertel des zweiten auskommen. So ging es mir auch mit dem Drachenschal - der Rest kam mir im Gegensatz zu dem bereits verstricktem riesig vor. So riesig, dass ich mutig wurde und ein Paar Handschuhe daraus angeschlagen habe. Die Anleitung sieht eigentlich ein sehr viel dickeres Garn vor, das Morehouse Merino Bulky, also habe ich die größte Größe gestrickt und hatte Glück, so genau auf Leos Maße zu kommen. Und ich hatte Glück, dass das Garn tatsächlich reichte, am Ende hatte ich nur noch fünf Zentimeter übrig, die Luftmaschenkette ist deshalb auch aus einem anderen Garn.

Die Anleitung ist super einfach, die Passform erstaunlich gut, und da ich die Wolle mit verhältnismäßig kleiner Nadelstärke und recht fest verstrickt habe, sind die Handschuhe auch schön warm und stabil. Leo, von seiner Lehrerin gern "der zerstreute Professor" genannt, findet vor allem das Verbindungsband klasse - in der Tat keine neue Erfindung, aber doch recht praktisch :-)

Anleitung: Super Mittens / Margrit Lohrer
Quelle: Weekend Knitting / Melanie Falick
Material: Morehouse Merino Worsted, Farbe Snuff
Verbrauch: ungefähr 30 Gramm
Nadeln: 3 mm Nadelspiel
Änderungen: keine

Montag, 21. Januar 2008

Gardening Mittens.

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Zu meiner eigenen Überraschung habe ich es geschafft, im vergangenen Jahr einige Weihnachtsgeschenke zu stricken. Überraschung deshalb, weil ich es eigentlich nicht geplant hatte, dann sehr spät begonnen hatte und trotzdem rechtzeitig fertig wurde. Die Handschuhe waren ein Geschenk für Marianne, die Schwester meines Freundes. Ein bisschen aus Verlegenheit, weil ich sie nicht so gut kenne und nicht genau wusste, worüber sie sich freuen würde. Dass ihr Rottöne hervorragend stehen (und sie sie auch mag), dass sie schnell friert und dass sie Handgemachtes schätzt, waren die drei ausschlaggebenden Faktoren, die mich schließlich in den Wolladen führten, um zwei Knäuel Silk Garden zu erstehen.

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Im Prinzip hätte auch ein Knäuel gereicht, allerdings wollte ich einen möglichst identischen Farbverlauf, und dazu brauchte ich zwei (wenn man Pech hat, sogar drei, denn bei Noro machen einem Knoten mit neu angesetztem Farbverlauf mitunter einen Strich durch die Rechnung). Weil die Anleitung so einfach und schnell nachzustricken ist, habe ich spät am Heiligabend noch aus den Resten des ersten Paares ein zweites begonnen, dieses Mal für meine Mutter. Fertig wurde ich, als mein Freund am ersten Feiertag schon in der Tür stand, um endlich loszugehen (er ist niemand, der zum Gänsebraten zu spät kommen möchte ;-)), deshalb hab ich es nicht geschafft, noch ein Foto davon zu machen. Sie sind etwas kürzer und mehr orange-braun, ansonsten aber identisch mit denen oben im Bild.

Marianne hat sich über ihr Paar gefreut, meine Mama, denke ich, auch.

Anleitung: Gardening Mittens / Louisa Harding
Quelle: "Gathering Roses - The Accessoires Collection"
Material: Noro Silk Garden, Farbe 84
Verbrauch: ungefähr 50 Gramm
Nadeln: 4 mm Nadelspiel
Änderungen: die Schleife habe ich weggelassen und die Handschuhe in der Runde gestrickt

Freitag, 18. Januar 2008

Dragon Scarf.

Dragon-Scarf

Den Drachenschal zu stricken hat wirklich Spaß gemacht. Die vierseitige (!) Anleitung ist Reihe für Reihe geschrieben und absolut klar verständlich. Ich hatte vorher nicht den Schimmer einer Idee, wie die Zacken zustande kommen würden, überraschenderweise war das aber recht einfach. Das Garn von Morehouse Merino ist dazu sehr weich, allerdings anders als die Bezeichnung 3-Strand vermuten lässt, ein Dochtgarn mit leichtem Fleececharakter, für Kinderschals auf jeden Fall perfekt.

Weniger perfekt finde ich die Größe des Schals. Auf dem Bild kann man es vielleicht nicht so gut erkennen, weil genau die breiteste Stelle des Schals auf Leos Schulter liegt. Der Rest ist aber sehr schmal, und insgesamt ist der Schal damit mehr ein schmückendes Accessoir als ein wärmendes Kleidungsstück. Richtig einmummeln kann man sich damit nämlich nicht. Auf der Seite von Morehouse Merino gibt es viele weitere Kits ähnlicher Machart, vor allem den Krokodilschal mit den passenden Handschuhen finde ich sehr niedlich. Leider sind die meisten Anleitungen nicht einzeln erhältlich, und die Versandkosten nach Deutschland extrem hoch, so dass das vermutlich mein letztes Morehouse Projekt war.

Anleitung: Dragon Scarf / Morehouse Merino
Quelle: www.morehousefarm.com
Material: Morehouse Merino Worsted, Farbe Snuff
Verbrauch: ungefähr 70 Gramm
Nadeln: 4 mm Nadelspiel
Änderungen: den "Rauch" aus den Nüstern habe ich weggelassen

Donnerstag, 17. Januar 2008

Basic Cable Hat

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Für übernatürliche Phänomene, Schicksalsdeutungen und den Glauben an Karma war ich zum Glück noch nie anfällig, andernfalls hätte ich meine Stricknadeln und vermutlich den gesamten Wollvorrat dazu längst mittels einer rituellen Verbrennung entsorgt. Zunächst machten eine Entzündung im Zeigefingergelenk (Sabine, ich seh dich schon kichern!) und dann eine im Halswirbel schmerzfreies Stricken unmöglich. Das wenige, was ich trotzdem zustande brachte, war dann entweder komplett vermurkst - eine Socke für meine Oma habe ich ganze drei Mal gestrickt, bis sie passte - oder mir zerbrachen die Nadeln und ich konnte keine neuen finden, oder das Garn ging mir einen halben Meter vor dem Ende aus.

So war es auch bei dieser Mütze. Leider kann ich die Schuld keinem anderen zuweisen, denn die Anleitung verlangt eindeutig nach zwei Knäueln. Ich dachte allerdings, ich wüsste es besser und versuchte es mit nur einem, was auch bis zwei Reihen vor Schluss erfolgversprechend aussah. Zu sehen war aber auch, dass die Mütze deutlich zu kurz werden würde, und so habe ich mich schließlich durchgerungen, ein zweites Knäuel zu bestellen, den Teil mit den Abnahmen aufzuribbeln und mit zwei Musterwiederholungen mehr neu zu stricken. Nebenbei ist mir aufgefallen, dass Leo mit 56 Zentimetern Umfang einen erstaunlich großen Kopf hat - Anleitungen für Kindermützen brauche ich wohl nicht mehr.

Anleitung: Basic Cable Hat / Christine Quirion
Quelle: Stitch'n Bitch Nation
Material: Debbie Bliss Luxury Tweed, Farbe 10
Verbrauch: ungefähr 70 Gramm
Nadeln: 4,5 mm Nadelspiel
Änderungen: zwei zusätzliche Mustersätze

Donnerstag, 1. November 2007

Jilly Scarf 3.0

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Letztes Jahr im September habe ich auf einem Mittelalterfest einen Strang grüner Merino gekauft, ganz dünn versponnen und sehr schön weich. In der Hoffnung, zumindest einen kleinen Schal daraus stricken zu können, habe ich es mit dem Federmuster von Breezy aus Rowans Classic Summer versucht. Anfangs war ich tapfer und hab mir vorgenommen, jeden Tag ein paar Reihen daran zu stricken, aber ich hatte so wenig Freude an dem Muster, dass ich das Projekt schnell zum Stricken auf dem Beifahrersitz ins Auto gelegt habe. Da lag es, mehr oder weniger unberührt, fast ein ganzes Jahr lang.

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Bis mein schlechtes Gewissen beim Anblick des Knäuels so groß war, dass ich nur noch zwei Optionen sah: wegwerfen oder verstricken. Weil mir die Farbe so gefällt und das Garn so weich ist, habe ich es natürlich nicht übers Herz gebracht, alles in die Mülltonne zu befördern. Das Federmuster weiterstricken wollte ich aber auch nicht, zumal es offenbar kaum Garn "gefressen" hat, das Knäuel war auch nach einem halben Meter Schal noch riesig groß.

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Die Lösung war schnell gefunden: der Jilly Scarf, glatt rechts gestrickt und daher nicht zu verschwenderisch im Garnverbrauch, gehört zu meinen Lieblingsmustern, zumindest gemessen daran, wie oft ich ihn schon gestrickt habe (einmal aus Kidsilk Haze und einmal aus Alpaca Silk).

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Ich habe absichtlich eine eigentlich für das Garn zu große Nadelstärke gewählt: zum einen, um ein möglichst lockeres und weich fallendes Ergebnis zu erreichen, zum anderen, um nicht zuviel von der ungewissen Lauflänge herzugeben. Einmal um den Hals wickeln können wollte ich den Schal in jeden Fall.

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Am Ende ist er knapp 2,50 Meter lang geworden und kann nun locker dreimal umgeschlagen werden. Er trägt sich ganz wunderbar, das Weiche des Garns ist durch die glatte Oberfläche des Gestricks wie zusätzlich betont, und reine Wolle wärmt ja ohnehin sehr angenehm.

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Was mich an diesem Stück besonders freut, ist das geringe Gewicht. Obwohl sich der Schal voluminös anfühlt, wiegt er nur knapp 150 Gramm. Ich kann nun jeden gut verstehen, der sich gern in ein Lace-Tuch einkuschelt, die Mischung aus leicht und warm fühlt sich geradezu luxuriös an.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Die Zähmung.

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Oder sagen wir besser, der Versuch einer Zähmung. Ich hatte den Lopi-Mantel wie angedroht der Waschmaschine übergeben, normale, rücksichtslose Buntwäsche bei 40 Grad. Danach sah er erwartungsgemäß anders aus als vorher, allerdings bei weitem nicht so verfilzt wie ich vermutet hatte. Das Gestrick ist dichter geworden und die einzelnen Maschen damit unkenntlicher, Länge und Weite aber haben sich kaum verändert. Was ebenfalls blieb, war die wirklich unerträgliche Fusselei. Nachdem Bürsten und vorsichtiges Rasieren nicht den gewünschten Effekt brachten, bin ich dem Ungetüm zur großen Belustigung von Leo sogar mit dem Staubsauger zu Leibe gerückt, mit mäßigem Erfolg. Eine deutliche Verbesserung nach der Wäsche ist die Passform, vor allem die Schulterpartie hängt sich nun nicht mehr so schnell durch. Diese Formbeständigkeit geht jedoch wieder auf Kosten der Weichheit, wobei die Lopi zwar niemals im klassischen Sinn weich war, aber zumindest ungewaschen einen weicheren Fall hatte.

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Insgesamt stehe ich dem Mantel noch immer kritisch gegenüber und würde ihn eher als Verlierer denn als Gewinner einstufen. Trotzdem habe ich eine Menge gelernt, und die Lust, einen Mantel zu stricken, ist mir dabei auch nicht abhanden gekommen. Einige wichtige Änderungen würde ich jedoch vornehmen. Zunächst: ein anderes Garn, leichter und dünner. Es mag zwar verlockend erscheinen, mit Nadelstärke 12 einen Mantel in wenigen Tagen stricken zu können, knapp zwei Kilogramm Wolle mit sich herumzutragen ist es aber definitiv nicht. Ein zweiter Punkt wäre der Schnitt. Das muss nicht allgemein gültig sein, aber zumindest für meine Figur, die Rundungen aufweist, ist eine Taillierung optisch freundlicher als die ganz gerade Form, und ich vermute, dass sich dadurch auch das bei engen Stücken beinah unvermeidliche Ausbeulen reduzieren ließe. Und dann würde ich wohl weder komplett glatt rechts stricken noch die Ärmel als Raglan in einem Stück anstricken. Ein stabilisierendes Muster, Moss Stitch und / oder Zöpfe und feste Nähte geben mit Sicherheit mehr Halt.

Vielleicht gibt es ja in diesem Winter noch einen zweiten gestrickten Mantel in meinem Schrank ... mal sehen!

Dienstag, 9. Oktober 2007

Noch ein Ungeheuer ....

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.... dieses Mal nicht mit Zacken versehen, sondern mit Haaren. Und Haken. Der graue Islandmantel ist seit zwei Wochen fertig, seit dem hadere ich mit mir, ob ich ihn behalten, auftrennen, wegwerfen oder in die Kochwäsche werfen sollte. Aber der Reihe nach. Gestrickt habe ich ihn, ohne Änderungen, nach einer Anleitung aus dem Lopi-Buch 24, mit doppelt genommener Islandwolle und Nadeln in Stärke 12 mm. Dass das kein Vergnügen war, hatte ich schon berichtet. Genauso schlimm wie der Kampf mit den kochlöffeldicken Nadeln war der mit den umherfliegenden Haaren - meine überwiegend schwarzen Röcke und Pullover sahen nach dem Stricken aus, als hätte ich eine weiße Perserkatze auf dem Arm gehabt. Dazu war meine Wohnung von Wollmäusen bevölkert, die sich schneller vermehrten, als mein Staubsauger sie vertilgen konnte. Zum Glück nur für kurze Zeit, denn ein Bonus des dicken Garns ist, dass man sehr schnell vorankommt.

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Der Mantel wird in einem Stück gestrickt, die Ärmel zunächst in Runden und ab der Raglanschräge dann gemeinsam mit dem Hauptteil. Das hat den Vorteil, dass man auf Nähte verzichten kann, und den Nachteil, dass ohne Nähte die angesichts des Gesamtgewichts des Mantels - immerhin 1.600 g - nötige Stabilität fehlt. Schon nach wenigen Anproben war der Schulterbereich überdehnt, die Knöpfe blieben nicht dort, wohin sie gehörten und ich war nur noch damit beschäftigt, irgendwo irgendwas zurechtzuzupfen. Ich habe überlegt, ob es geholfen hätte, das Garn fester zu verstricken, ich fürchte allerdings, dass das auf Kosten der Flexibilität hätte geschehen müssen, und unter Umständen wäre der Mantel durch den höheren Garnverbrauch noch schwerer geworden.

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Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass in vielen Strickheften die Models barfuß abgebildet sind? Vor allem bei Debbie Bliss sticht das ins Auge. In ihrem Alpaca Silk Buch trägt nicht eines der Mädchen Socken oder gar Schuhe, dafür aber Pullover und Jacken, die einen noch bei Außentemperaturen von minus fünf Grad wärmen könnten. Bisher habe ich immer angenommen, dass durch die nackten Beine und Füße etwas Behagliches, Sinnliches ausgedrückt werden soll, dass sich dann eben auch in Handgestricktem wiederfindet. Seit ich am Wochenende die Fotos von Ylja gemacht habe, sehe ich einen viel profaneren Grund: es ist einfach zu heiß! Meine Geduld, lange mit Stativ und Selbstauslöser zu experimentieren, war daher auch begrenzt.

Vor lauter Unbehagen über den Mantel (wobei der wärmende Faktor ja eigentlich ein positiver ist), habe ich ihn nach dem letzten Foto tatsächlich in die Waschmaschine gestopft und bei 40° gewaschen. Noch trocknet er, so dass ich nichts Endgültiges sagen kann, aber die angefilzte Struktur wirkt deutlich fester, und es sieht nicht danach aus, dass er jetzt zu klein wäre. Foto und Bericht werden folgen!

Montag, 10. September 2007

Mon Chérie.

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Nach dem Bild von hinten in der vergangenen Woche nun auch ein Bild von vorn :-) Smoulder war nach zwei Wochen Stricken und zwei Tagen Nähen und Vernähen fertig und hat damit endlich einmal meinem Blognamen - den klappernden Nadeln, Ehre gemacht. Ich konnte, zum Leidwesen meiner Familie, kaum aufhören, daran zu arbeiten und habe sprichwörtlich in jeder freien Minute gestrickt. Den von Sabine schon zitierten Suchtcharakter kann ich also nur bestätigen.

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Naturgemäß etwas weniger erfreulich war die Ausarbeitung. Wie geplant hatte ich Vorder- und Rückenteil gemeinsam angeschlagen und mir damit die Seitennähte erspart, die Ärmel habe ich für die Raglanschräge ebenfalls dazugenommen (noch einmal knapp hundert Fäden weniger zu vernähen), und die vorderen Umschlagskanten habe ich, wie bei Katharina Buss beschrieben, mit einer linken Masche begonnen, was das Zusammennähen deutlich vereinfacht hat. Eine weitere kleine Änderung betrifft den Ausschnitt: im Original wird er höher gestrickt und sitzt dann recht eng am Hals. Ich habe das ausprobiert, weil es aber, zumindest bei mir, nicht besonders hübsch aussah, habe ich einen Teil wieder aufgetrennt und ein Stück früher mit den Abnahmen begonnen. Es ist immer noch ein halsnaher Ausschnitt, aber die Proportionen gefallen mir so besser.

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Ein wenig Kopfzerbrechen haben mir die Knöpfe bereitet. Nicht nur der Farbe wegen war ich unschlüssig, auch die Form hatte einige Ansprüche zu erfüllen. Da die Knopfleiste doppelt liegt, die Knopflöcher aber recht klein sind, mussten die Knöpfe eher flach und klein sein, um sowohl hindurchzupassen wie zu halten. Entschieden habe ich mich für dunkles Perlmutt, ich denke, das ist zurückhaltend genug für die leuchtenden Farben der Jacke.

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Dass Smoulder tatsächlich ein Lieblingsstück ist, sieht man nicht zuletzt daran, dass ich ihn seit Fertigstellung mindestens jeden zweiten Tag trage, eine Ehre, die bisher keinem meiner Strickstücke zuteil wurde!

Montag, 3. September 2007

Zurück im Großstadtdschungel.

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Erkennt ihr Smoulder? Mehr Fotos hoffentlich bald!

Donnerstag, 9. August 2007

Jenny reloaded.

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Bei fast allen Designs, die ich bisher gestrickt habe, hatte ich irgendwann einen toten Punkt, an dem ich anfing mich zu langweilen und eigentlich nur noch fertig werden wollte. Dass ich dann genau dasselbe Stück noch einmal stricken würde, konnte ich mir deshalb meist nicht vorstellen. Aber Jenny Nummer 2 hat mir genauso viel Spaß gemacht wie Nummer 1 was zum einen sicher am Modell selbst liegt - ich mag solche kleinen Cardigans einfach gern, und zum anderen am Material, das sich wunderbar verarbeiten lässt. Rowans Handknit Cotton gehört definitiv zu meinen Lieblingsgarnen. Ein dritter Punkt ist dazu, dass ich einiges verändert habe und es dadurch natürlich nicht haargenau dasselbe ist. Aber das sollte es ja auch nicht.

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Nachdem das Jäckchen beim ersten Versuch, der Anleitung exakt folgend, für mich um einiges zu kurz und ein wenig zu eng war, habe ich dieses Mal einige Maschen mehr angeschlagen und sowohl den Körper wie auch die Ärmel proportional dazu verlängert. Der Sitz ist nun wie auf dem Foto von Rowan zu erahnen gut taillenbedeckend. Damit der Ausschnitt nicht zu weit wird, ein Problem, was einige andere ja auch mit Jenny hatten, habe ich drei zusätzliche Abnahmereihen integriert. Und ich habe alle Teile am Stück gestrickt, also zuerst Vorder- und Rückenteil und dann die Raglanärmel. Das hatte nicht nur den Vorteil, dass ich lediglich die unteren Ärmelnähte schließen musste, es war so auch einfacher, das Lochmuster gleichmäßig zu verteilen.

Die Anleitung ist von Sarah Dallas und stammt aus dem Rowan Sommermagazin 37. Verbraucht habe ich knapp 12 Knäuel Rowan Handknit Cotton in Gooseberry sowie eine kleine Menge in Celery für die Kanten. Übrigens denke ich darüber nach, im nächsten Sommer eine dritte Jenny zu stricken, in Linen vielleicht oder in Raffia.

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