Donnerstag, 5. April 2007

Ein schönes Osterfest!

ostern21

Mittwoch, 4. April 2007

Etwas "Richtiges".

seahorse-01

Manchmal geht es schneller, als man denkt. Hatte ich gestern noch geklagt, dass ich nur noch zum monotonen Sockenstricken komme, kann ich heute schon einen kleinen Neuanfang zeigen. Es wird nichts wirklich Großes, und ein bisschen bin ich dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Als ich in der vergangenen Woche überlegt habe, was ich zum Stricken mit in den ICE nehmen kann - neben der obligatorischen Socke, fiel mir ein Sommertop aus dem neuen Debbie Bliss Buch ein, für das eine kleine Menge bei eBay ersteigertes Rowan Cotton Glace perfekt passen würde. Die Maschen habe ich noch zu Hause angeschlagen, Rücken- und Vorderteil zusammen, weil ich schon so ans Rundstricken gewöhnt bin.

Ich hatte schon einige Zentimeter geschafft (ja, Zentimeter, bei 240 Maschen und Nadelstärke 3 gilt das bei mir als beachtliche Leistung ;-)), als mir einfiel, dass das Vorderteil doch etwas weiter geschnitten war ... es konnte doch nicht die gleiche Maschenzahl wie beim Rückenteil sein. Wieder zu Hause angekommen hat der erste Blick in die Anleitung gezeigt, dass es auch nicht die gleiche Maschenzahl war, sondern 12 Maschen mehr. Hmmm. Bevor ich neu angefangen habe, kam ich auf noch auf die Idee, nachzuschauen, wieviel Cotton Glace in dieser Farbe ich eigentlich genau habe. Und wieviel ich für das Top brauchen würde. Und tatsächlich waren es nur sechs Knäuel und damit eines zu wenig.

Weil es sich aber so gut verstrickt hat und die Farbe so schön ist (grau!) und ich also unbedingt etwas daraus machen wollte, habe ich meine Sammlung von Rowan Sommerheften nach passenden Anleitungen durchsucht. Und bin dann, ganz am Schluss, auf dieses Modell gestoßen. Ich finde den Schnitt sehr schön, und mir gefällt theoretisch sogar das Seepferdchen, obwohl es bei mir trotzdem nur die einfarbige Variante sein wird. Und als ich dann gestern mein aktuelles Sockenprojekt im Büro liegen gelassen hatte und abends gern stricken wollte, hatte ich auch einen guten Grund, gleich damit anzufangen. Zum Sommer wird es hoffentlich fertig :-)

Dienstag, 3. April 2007

Monatsbilanz.

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Vor mehreren Jahren hatte ich einen Kollegen, der als Marktforscher renomiert war. Von ihm habe ich einiges über Fragestellung, Analyse und Kategorisierung gelernt, und über das Erstellen und Interpretieren von Statistiken. Eine Vorliebe dafür ist geblieben, und wenn ich am Rande meiner täglichen Arbeit noch damit zu tun habe, mache ich das immer sehr gern. Und wie es mit diesen Dingen ist, zieht es sich auch in den privaten Bereich hinein. Nur ist es hier meist so, dass ich lieber nicht allzuviel wissen möchte, und eine Gegenüberstellung gekaufter und verstrickter Wollmengen mich eher deprimieren würde, ebenso wie eine akribische Auflistung der Zeit, die ich für dieses oder jenes Strickstück gebraucht habe.

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Trotz dieser Vogel-Strauß-Politik ist es mir natürlich nicht entgangen, dass die Menge der fertiggestellten Objekte in diesem Hause nicht gerade groß ist. Vorsichtig formuliert. Im März waren es gerade einmal vier Paar Socken, zwei davon hatte ich hier gezeigt, zwei weitere liegen noch unfotografiert zu Hause. Und während ich in anderen Blogs fertige Jacken und Pullover bewundern kann, habe ich selbst wenig Hoffnung, in naher Zukunft mal wieder ein größeres Teil zu beenden. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, wenig zu stricken, eigentlich sogar im Gegenteil. Ich nutze beinah jede freie Minute, stricke während Telekonferenzen, auf Spielplätzen und abends vor dem Fernseher, wenn ich allein bin.

Nur die Zeit dafür ist nicht üppig bemessen. Aber Gefühl und Realität stimmen häufig nicht überein, also habe ich nachgezählt: ich war im März viermal im Kino, dreimal im Theater, einmal in der Oper und habe eine Ausstellung besucht. Ein Bundesligaspiel habe ich live im Olympiastadion gesehen, zu einer Preisverleihung bin ich gegangen. Ich war einige Male abends auswärts essen, auf einer Geburtstagsfeier eingeladen und einmal zu Besuch bei Oma und Opa. Dienstlich war ich einen Tag in Hamburg, zwei Tage in Düsseldorf und privat ein Wochenende in Dresden. Zwei Fahrradtouren habe ich unternommen, und ungefähr fünfzig Kilometer bin ich gejoggt, vergleichsweise wenig, weil ich Probleme mit meinen Füßen hatte (aus diesem Grund bin ich auch einer weiteren Dienstreise nach Hannover entgangen).

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So zusammengetragen ergibt das eine schöne Rechtfertigung für lange angefangene und liegengebliebene Jacken und Pullover, und vier Paar Socken erscheinen mir beinah heldenhaft. Trotzdem bleibt das Gefühl, dass ich gern wieder etwas "Richtiges" machen würde. Vielleicht ja im April ...

Die Bilder sind gewissermaßen off topic, sie sind während des Besuchs in Dresden entstanden.

Mittwoch, 28. März 2007

Magie.

magiccaston1

Ich stricke immer noch Socken. Fragt mich nicht warum, genau erklären kann ich es selbst nicht. Vielleicht, weil es so schön schnell geht (verhältnismäßig, versteht sich, drei Paar Socken in einer Woche darf natürlich keiner von mir erwarten). Vielleicht, weil ich ich so ein kleines Projekt leicht mit mir herumtragen kann. Und weil es nicht so schnell langweilig wird, wenn man immer wieder neue Garne und Techniken probieren kann.

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Was mich von Anfang an interessiert hat, waren Toe-Up Socken. Ich hatte es im vergangenen Jahr ein paar Mal nach der Anleitung von Wendy versucht, und mir daran regelmäßig die Zähne ausgebissen. Ich fand den Anschlag mit der Luftmaschenkette für die Spitze umständlich, und überhaupt stricke ich nicht so furchtbar gern verkürzte Reihen. Besonders an der Ferse waren dann immer eins, zwei kleine Löcher, die ich einfach nicht vermeiden konnte. Die Idee an sich fand ich aber immer noch klasse, vor allem, weil ich eine ziemlich Niete bin, wenn es darum geht, einzuschätzen, wie weit man mit einem kleinen Rest Garn kommt. Eine Socke aus einem Miniknäuel zu stricken, würde ich mich auf dem klassischen Weg also nicht trauen.

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In der vorletzten Woche war ich jedoch zu Besuch bei einer guten Fee, die mir das Geheimnis des Magic Cast-on verraten hat. Um ehrlich zu sein, ich wusste bis dahin noch nicht einmal, was genau das ist, geschweige denn, dass man damit praktisch mit einem Fingerschnippen eine normale Bandspitze verkehrt herum stricken kann (ok, ganz von allein geht es natürlich nicht, aber es ist wirklich nicht schwer!).

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Für die Socke auf den Bildern habe ich auf jeder Nadel 10 Maschen angeschlagen, und dann in jeder zweiten Reihe vier Maschen zugenommen, bis ich insgesamt 48 hatte. Nach den ersten beiden Runden sieht es noch ein bisschen aus, als würde man Mikado spielen, aber spätestens ab Runde vier ist man im ganz normalen Rhythmus. Und weil Silke gerade dabei war, hat sie mir auch gleich noch gezeigt, wie man links und rechts gerichtete Zunahmen strickt. Das wusste ich nämlich auch nicht - kaum zu glauben eigentlich, denn es macht wirklich einen Unterschied, und bei Abnahmen achte ich ja auch darauf, dass sie symetrisch sind.

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Faszinierend finde ich, dass man im Prinzip jede Form von Sockenspitzen auf diesem Weg stricken kann, wobei es natürlich am besten für die Varianten funktioniert, für die man ansonsten Maschen im Kitchener Stitch zusammennäht. Für die Ferse habe ich eine Anleitung aus der Knitty verwendet, die klassisch dreiteilig, aber eben von unten nach oben gestrickt wird. Das ging ebenfalls ganz einfach, Fotos zeige ich, wenn beide Socken fertig sind und Leo sie anprobiert hat.

Eine sehr gute Anleitung zum Magic Cast-on gibt es ebenfalls bei Knitty, für alle, die nicht wie ich auf die Fee zurückgreifen können ;-)

Das Garn auf den Bildern ist - natürlich - ein Rest, übrig geblieben von diesen Socken aus etwas dickerem Wollmeisengarn in Campari Orange.

Freitag, 16. März 2007

Frühlingsfarben.

Tulpen

An die bunten Tulpensträuße, die gerade überall in den Blumenläden stehen, haben mich die Farben der Regia Crazy Color erinnert. Ihr Leuchten war eine schöne Abwechslung nach dem ganzen Winter-grau-in-grau, ich habe wirklich gern daran gestrickt.

crazycolor1

Ehrlich gesagt gefallen sie mir im Moment so gut, dass ich sie am liebsten behalten würde, sie sind allerdings ein Geschenk für meine Freundin Antje, die regelmäßig auf Leo aufpasst. Und die leider etwas kleinere Füße hat als ich.

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Angeschlagen habe ich ganz normal 60 Maschen pro Runde, die Ferse habe ich den Madder Rib Socks von Nancy Bush entnommen, es ist ein Square Heel. An meinem Fuß sitzt er schön enganliegend, und ich finde, er sieht auch ganz gut aus. Beim nächsten Mal würde ich jedoch den Seam Stitch weglassen, den ich ganz brav nach Anleitung gestrickt habe und der mich in der Optik ein wenig an eine Laufmasche erinnert. Die Sinnhaftigkeit war mir auch nicht ganz klar.

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Die Spitze ist wieder ein klassischer Flat Toe. Ursprünglich wollte ich den Round Toe ausprobieren, damit wären die Socken aber viel zu lang geworden, laut Anleitung strickt man ihn über mehr als 40 Reihen, und da er sehr spitz ist, ist er vermutlich auch nicht für jede Fußform geeignet.

crazycolor4

Und dann wollte ich euch noch etwas zeigen:

rudi

rosa

Das sind Rudi und Rosa, zwei Wollschweine, die auf dem Bio-Bauernhof gegenüber von Leos Kindergarten leben. Es ist ziemlich lustig, sie zu füttern, sie schmatzen und grunzen ganz laut und sind ausgesprochen verfressen. Und natürlich sehen sie mit ihrem Fell auch witzig aus. Es ringelt und kringelt sich fast wie bei einem Schaf, die einzelnen Haare sind aber hart wie Borsten. Zum Stricken definitiv nicht geeignet!

Freitag, 9. März 2007

Glaskugel.

clessidraBEAUTY

Ich sehe eine durchsichtige Plastikbox. Sie ist gefüllt, bis zum Rand, mit Sockengarn. Ich sehe wunderschön leuchtendes Pfefferminz- und Farngrün von der Wollmeise. Spulen mit maigrüner Wolle von Lang Jawoll. Stränge von Lorna's Laces in Cedar und Charcoal. Viele Knäuel Lana Grossa Cotton Stretch in hellem und dunklem Salbeigrün und Opalwolle in Grau. Ich sehe Nadelspiele in Bambus und Metall, in 2 und 2,5 mm Stärke. Und ich sehe viele, viele Anleitungen. Für Rozas Socks aus der Interweave Knits. Für Highland Schottische Kilt Hose von Nancy Bush. Für Clessidra Kniestrümpfe aus der Knitty und Toe-Ups aus der Magknits. Ich sehe eine junge Frau, sie sitzt auf einem Sofa. Sie strickt. Sie schaut in die Anleitungen. Sie trinkt Rotwein. Sie versucht, die Anleitungen zu verstehen. Sie trinkt noch mehr Rotwein .... ahh, das Bild wird leider undeutlicher.

Aber ich sehe noch etwas. Es ist ein Paar fertiger Socken. Sie sind bunt gestreift und hier in diesem Blog in der kommenden Woche zu sehen.

Montag, 5. März 2007

Nummer drei.

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Mein Vorrat an Regia Silk hat noch für ein weiteres Paar Socken gereicht. Nach den Versuchen mit der dreiteiligen Ferse und den verkürzten Reihen wollte ich noch eine dritte Variante ausprobieren und habe dieses Mal die Ferse nachträglich gestrickt. Die Anleitung dazu stammt aus dem Buch "Weekend Knitting", ich habe sie lediglich meiner Maschenanzahl angepasst.

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Eine Sache, die ich am Sockenstricken besonders schätze, ist das monotone, glatt rechte Stricken in der Runde, das erfordert praktisch keine Konzentration und ist in seiner Gleichförmigkeit sehr entspannend. Und weil ich das hier vom Bündchen bis zur Spitze hatte, gab es allein dafür einen dicken Pluspunkt. Einen weiteren dafür, dass ich bei der Ferse komplett auf linke Maschen verzichten konnte, die sehen bei mir im Vergleich zum Rundstricken immer etwas ungleichmäßig aus.

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Die Passform der Ferse ist identisch mit der mit den verkürzten Reihen, an Leos Fuß also sehr gut. Sie ist allerdings nicht so unauffällig, da die Abnahmen ein kleines aufliegendes Band bilden.

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Die Spitze ist nach demselben Prinzip gestrickt, mit seitlichen Abnahmen und einer Naht im Kitchener Stitch. Hier hatte ich wieder ein kleines Problem mit dem Übergang von der Runde zur Naht (Johanne, ich werde deinen Rat, die Maschen zu überziehen, beim nächsten Mal ausprobieren!), es fällt aber nicht sehr auf.

DSC05537

Noch etwas Neues für mich war bei diesen Socken das Bündchen mit den verschränkten rechten Maschen. Das sieht sehr viel schöner aus als das klassische eins rechts, eins links, finde ich.

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Von den drei Socken, die ich bisher für Leo gestrickt habe, mag ich diese am liebsten, was sicher auch daran lag, dass sie am unkomliziertesten war. Es wird allerdings definitiv das letzte Paar sein, dass ich aus Regia Silk gestrickt habe. Ich finde dieses Garn wunderbar in der Handhabung, es ist weich und voluminös, für Socken aber absolut ungeeignet. Schon ein halber Nachmittag Tragen hat ausgereicht, um Pilling und Verfilzen zu verursachen. Ich konnte praktisch zusehen, wie sich das schöne Maschenbild verabschiedet hat.

Donnerstag, 1. März 2007

Blitzdiät und Jojo-Effekt.

pakete

In diesem Stapel Pakete befinden sich gut fünf Kilogramm Wolle, aus meinem Vorrat aussortiert, bei eBay verkauft, und nun verschickt. Im Wortsinn eine Erleichterung. Mindestens genauso schön wie das frühlingshafte Gefühl, unnötigen Ballast abgeworfen zu haben, ist es aber, die enstandenen Lücken wieder mit neuen Schätzen zu füllen. Natürlich mit den besten Vorsätzen, das Garn nicht lange in der Kammer liegen zu lassen, sondern schnell seiner Bestimmung zuzuführen.

dbpurecotton

Die heißt in diesem Fall Maddy, ein Pullover aus einem der neuen Debbie Bliss Hefte, und das Garn dazu ist ihr neues Pure Cotton, in einem vintage-inspirierten (O-Ton Miss Bliss) Duck Egg. Die Farbe ist zweifelsfrei sehr hübsch, etwas heller, als es die Abbildung im Heft erahnen lässt, und etwas grünlicher als auf meinem Foto (ich stimme hier in das allgemeine Klagelied ein: wie soll man bei dauerhaft grauem Himmel anständige Bilder machen). Einzig Sorgen bereitet mir die Beschaffenheit des Garns, es erinnert in der Drehung an das fusselnde, pillende und leiernde Alpaca Silk, und eine erste Berührung mit meinem schwarzen Rock hat gleich Spuren hinterlassen. Das ist mir mit einem reinen Baumwollgarn noch nie passiert. Seine Chance soll es natürlich trotzdem bekommen, ich werde darüber berichten.

click clack

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