Dienstag, 27. Februar 2007

Abkürzungen und Umwege.

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Dieses Paar Socken hat mich richtig Nerven gekostet, und meine gerade erwachende Zuneigung zum Sockenstricken gleich auf eine harte Probe gestellt. Ich wollte, nachdem ich die dreiteilige Ferse mit Fersenwand, Käppchen und Spickel ausprobiert hatte, zum Vergleich eine Ferse mit verkürzten Reihen stricken. Ich hatte das nach der Anleitung von Wendys Toe Ups schon zwei-, dreimal probiert, aber das ist bereits eine Weile her und ich habe zunächst den gleichen Fehler wie bei den vergangenen Malen begangen und die Umschläge in den Rückreihen von der falschen Seite aus auf die Nadel gehoben. Also wieder aufgetrennt, neu und diesmal richtig gestrickt, und dann die offenbar fast unvermeidbar entstehenden Löcher an den Übergangsstellen zum Rundstricken mit zusätzlich aufgenommenen Maschen "gefüllt", was mir einige Reihen weiter dann aber überhaupt nicht mehr gefallen hat.

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Ich lasse mich von Fehlversuchen immer schnell entmutigen, und so grenzt es schon fast an Wunder, dass ich die Fersen (ja, beide!) noch ein drittes Mal gestrickt habe. Um den Löchern etwas zu entgehen, habe ich jeweils die erste und letzte Masche der Nadeln für den Spann mit auf die Fersennadel genommen, das hat tatsächlich geholfen. Wirklich perfekt sieht es aber trotzdem nicht aus. Die Spitze ist ebenfalls mit verkürzten Reihen gestrickt und im Kitchener Stitch zusammengenäht, auch das habe ich nicht nur einmal gemacht ... ich erspare euch weitere Details. Nur soviel: der Übergang vom Stricken in der Runde zur Naht bildet auf beiden Seiten eine kleine Delle, die ich nicht wegbekommen habe.

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Die Passform der Socken ist, zumindest an Leos Füßen, sehr gut, im Vergleich zum French Heel sitzt sie etwas enger, und grundsätzlich finde ich sie auch hübscher. Ich glaube, irgendwo mal gelesen zu haben, dass diese Fersenform nur eine Hilfsvariante fürs Maschinestricken ist und die dreiteilige anatomisch besser geformt wäre. Vermutlich ist das wie vieles andere auch eine Frage der persönlichen Vorliebe, ich lese jedenfalls immer wieder von Anhängern beider Methoden, dass ihre die jeweils bessere ist. Könnte ich sie besser stricken, würde ich selbst vermutlich zur Short-Row-Variante tendieren, allerdings finde ich auch, dass die dreiteilige Ferse bei Mustersocken sehr schön wirken kann.

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Freitag, 23. Februar 2007

Hach ...

Wispy

Hush

Blithe

.... ich würde mir so gern eines der neuen Designs von Kim Hargreaves bestellen. Oder besser gleich zwei oder drei. Allerdings liegen hier noch zwei Materialpackungen von ihr herum, eine davon noch ganz unberührt. Und genügend Zeit zum Stricken finde ich auch nicht. Aber sind ihre Entwürfe nicht wunderschön? Ich finde es faszinierend, wie sie Materialien, Farben und Formen kombiniert und Gestricktes damit immer wieder zeitlos und modern zugleich aussehen lässt. Ohne aufwändige Zopf- oder Lochmuster, Perlen und Stickereien oder komplizierte Farbfolgen, sondern reduziert auf ein schönes Garn, eine natürliche Farbe und einen schlichten Schnitt. Besser geht es nicht.

Übrigens finde ich, dass Bamboo Soft verstrickt sehr schön aussieht. Das dazugehörige Classic Heft fiel unter meinen Martin Storey Boykott, aber ein schlichter Pullover daraus ist vielleicht doch eine Option.

Donnerstag, 15. Februar 2007

En français.

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Neulich beim Aufräumen fiel mir eine kleine Box mit Sockengarn in die Hände - Regia Silk in verschiedenen Farben, irgendwann vor zwei Jahren gekauft, kurz angestrickt und dann recht schnell in Vergessenheit geraten, oder vielmehr verdrängt, weil ich nach einem ersten Versuch mit dem Nadelspiel verzweifelt aufgegeben hatte. Ganz losgelassen hat mich das Thema Sockenstricken trotzdem nicht, immer wieder habe ich mal neidvoll zu Sabine herübergeschaut, die eine perfekte Socke nach der anderen strickt, und dabei selbst vor nicht allzu langer Zeit überzeugte Nicht-Sockenstrickerin war. Auf ihren Ratschlag hin habe ich dann auch ein Buch von Nancy Bush konsultiert - Knitting Vintage Socks - und beschlossen, dem Ganzen doch noch einmal Aufmerksamkeit zu schenken.

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Angefangen habe ich mit einem Paar Kindersocken in der Größe 31/32, mit 56 Maschen (ich hätte wirklich früher damit beginnen sollen, als Leo noch winzige Füßchen hatte, so ist die Größe im Umfang nur 4 Maschen von meiner entfernt, kein wirklich großer Vorteil also). Entschieden habe ich mich für eine einfache Kombination aus French Heel und French Toe, der Rest glatt rechts, mit einem Bündchen in 3 rechts, 1 links. Im Wesentlich ging das ganz gut, wobei ich allerdings denke, dass die Darstellung der verschiedenen Fersen- und Spitzenvarianten am Beginn des Buches mehr dem Überblick dient, die Anleitungen im Hauptteil jedenfalls sind deutlich detaillierter und ich kann mir vorstellen, dass man abhängig von der gewählten Größe etwas variieren sollte, zum Beispiel was den Abstand der Abnahmen für den Zwickel betrifft. Bei der Spitze wäre der Hinweis hilfreich gewesen, dass die Gesamtmaschenzahl teilbar durch sechs sein muss, ich habe das erst am Ende gemerkt und dann, um auf möglichst wenige Maschen zum Zusammenziehen zu kommen, die drei mittleren von fünf verbliebenen auf jeder Nadel zusammengestrickt.

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Die Passform ist okay, an der Ferse könnte die Socke etwas enger sitzen, ich würde die Fersenwand vielleicht auch etwas kürzer stricken als 28 Reihen. Für breitere Füße und einen hohen Spann könnte diese Form aber angenehm sein. Ich hätte gern noch ein oder zwei Detailbilder gezeigt, allerdings wollte Leo die Socken, nachdem er sie fürs Foto angezogen hatte, nicht mehr ausziehen, und am Ende des Tages sahen sie ein wenig zerbeult aus, was nach der Wäsche zwar verschwand, dafür ist das Maschenbild jetzt nicht mehr klar und die Oberfläche etwas fluffig, es haben sich auch eine Menge winziger Knötchen gebildet. Das ist schade, denn die Regia Silk verstrickt sich sehr angenehm und ist schön weich. Die Verkäuferin im Wolladen meinte am Montag zu mir, dass man damit leben müsste, wenn man Seide verstrickt, und schlug vorsichtige Handwäsche vor, und dass ich in Zukunft das edle Material nicht an einen kleinen Rabauken verschwende. Aber was solls, ich hab das Garn ohnehin hier, und Leos Fußgröße ist, wenn auch nicht mehr winzig klein, immer noch perfekt für weitere Socken-Experimente.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Inversion und Invasion.

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Der Himmel über Berlin ist zur Zeit vorzugsweise grau, und mitunter, so wie am vergangenen Wochenende, kommt Inversionswetter hinzu: unten kalte Luftschichten, oben warme, und dazwischen eine tiefliegende Wolkenschicht. Keine Chance, auch nur einen klitzekleinen Sonnenstrahl zu erhaschen. Und weil alles, was ich im Moment stricke, ebenfalls grau ist, und mein Vorrat kaum Abwechslung bietet, brauchte ich eine kleine Stimmungsaufhellung. Prozac für den Strickkorb sozusagen.

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Angekommen sind nun 43 Probestränge von der Wollmeise. Ich konnte sie bisher kaum aus der Hand legen, das Garn ist so weich und die Farben leuchten wunderschön. Es war ein ganz klassisch unvernünftiger Kauf, denn ich habe absolut keine Verwendung dafür, abgesehen davon, dass ich sie ständig anschauen und anfassen will.

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Besonders schön finde ich die Färbungen, die Ton in Ton gehalten sind, und davon wiederum sind vor allem die Rottöne faszinierend. Und selbstredend die grünen Mischungen, Pfefferminz Prinz und Farn.

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Die treffen meine Vorlieben an Farben ohnehin ziemlich genau. Kurz bevor ich das Paket am Montag entgegennahm, hatte ich mir diese Stifte gekauft, in Wassergrün und Türkis. Und auch wenn ich es ansonsten eher monochrom und gedeckt mag, werde ich sicher demnächst wieder ein paar Wollmeisen-Socken für mich stricken. Wenn ich mich nur für eine Farbe entscheiden könnte!

Dienstag, 13. Februar 2007

Auf den zweiten Blick.

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Die Ankündigung neuer Rowan Magazine löst bei mir immer große Vorfreude aus, auch wenn die Online-Vorschau selten eine Liebe auf den ersten Blick ist. Egal ob ich vorher stundenlang den Monitor angestarrt, jedes Modell einzeln betrachtet, Material- und Mengenangaben verglichen habe - das gedruckte Heft in der Hand zu halten ist etwas anderes. Entsprechend gefreut habe ich mich, als ich das neue Magazin letzte Woche aus dem Briefkasten fischte, und Resturlaub sei dank, auch gleich mit aufs Sofa nehmen konnte. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Rowan die beste Strickzeitschrift herausgibt, aber meine Begeisterung ist dieses Mal gedämpft. Vielleicht liegt es an mir, weil mir die romantische Veranlagung fehlt, um Rüschen, Stickerei und Blümchen zu mögen. Großflächige Lochmuster und angekrauste Ärmel werden ebenfalls keinen Einzug in meinen Kleiderschrank halten. Und ganz ehrlich, ich frage mich auch, an wem das überhaupt gut aussehen könnte. Klar, ein zwanzigjähriges Modell in einer mit gestrickten Rosen besetzten Jacke, drapiert auf einer Picknickdecke im Park sieht zweifellos sehr hübsch aus. Aber eine vierzigjährige Frau morgens in der U-Bahn auf dem Weg ins Büro? Schwierig. Vielleicht fehlt mir hier einfach die Phantasie, vielleicht werde ich langsam alt und spießig, ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich kein einziges Stück gefunden, das ich auf der Stelle anstricken würde.

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Abgehalten davon, noch ein weiteres Heft zu bestellen, hat mich das natürlich nicht. Konsequenz war leider noch nie meine Stärke, und ein gutes Layout mit ansprechender Fotografie macht mich schnell zum leichten Opfer. Aus der Kasbah Collection gefällt mir, neben einem schlichten Pullover im Rippenstrick, genau das Top, das mir auch schon in der Vorschau ins Auge gestochen war. Die Mischung aus klaren Linien und kleinen Akzenten, hier aufgenähten Perlen und Bindebändern aus Stoff, trifft meinen Geschmack recht genau. Außerdem ist es dunkelgrau, was es mir noch leichter macht, es zu mögen :-) Was mir ebenfalls gefällt, sind die Schematics, die deutlich detailreicher geworden sind.

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morning

Eine weitere Versuchung, der ich nicht widerstehen konnte, sind zwei der drei neuen Debbie Bliss Hefte. Nach den letzten beiden Saisons bin ich ein wenig hin- und hergerissen und überlege immer tagelang, ob ich etwas von ihr bestellen sollte oder nicht. Denn 80 Prozent von dem, was Debbie Bliss zur Zeit entwirft, finde ich zum Davonlaufen - altbacken, uninspiriert, langweilig. Dann sind aber immer wieder - gut verteilt über all ihre Hefte - einzelne Stücke, die mich sofort ansprechen. Dieses Mal waren es das Top mit der Zopfblende, die Wickeljacke mit Perlmusterrippen und der weite Pullover mit dem tiefen V-Ausschnitt. Bei dem gefällt mir sogar die abgebildete Farbe, eine dunkle Version von DBs berühmtem Duck Egg. Pure Cotton ist vom ersten Eindruck her auch erstaunlich weich für ein reines Baumwollgarn, so weich, dass ich ein bisschen argwöhnisch bin, ob es denn nicht auch sehr empfindlich sein könnte. Ich denke, dass ich trotzdem demnächst eine Bestellung bei Jannette aufgeben werde. Falls jemand alle neuen DB Modelle sehen möchte, hier gibt es eine ausführliche Vorschau.

becky

penny

maddy

Donnerstag, 1. Februar 2007

Eye Candy.

afterdark

Schaut mal, die Vorschau für das neue Rowan 41 ist online! Auf den ersten Blick gefällt mir auch die Kasbah Collection - ahhh, Summer Tweed! - und die Bamboo Tape Collection, obwohl ich Bändchengarn nicht wirklich mag. Es gibt vier neue Garne und drei neue Classic Hefte, alles zu sehen hier.

Mittwoch, 31. Januar 2007

Tiere gehen immer.

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Eine Freundin von mir war einmal sehr geknickt, als ein Text, für den sie lange recherchiert hatte, nicht als Aufmacher auf der ersten Seite erschien, wie er es eigentlich verdient hätte. Sie hatte nämlich die Rechnung ohne die Berliner Bären gemacht: die wohnen als lebendige Wappentiere in einem Zwinger mitten in der Stadt, und wenn einer von ihnen Geburtstag hat, ist das den lokalen Zeitungen immer eine Meldung plus Foto wert. Tiere gehen nämlich immer vor, genauso wie Kinder. Ideal ist natürlich die Kombination, also Tierkinder. Seit im Berliner Zoo ein kleiner Eisbär geboren wurde, wird man praktisch täglich über Gewichtszunahme, Schlafdauer oder Zahnungsprobleme informiert.

Nashorn

Aber um ehrlich zu sein, ich lese das manchmal ganz gern. Und ein neues Tier im Zoo ist auch immer ein willkommener Grund, dort mal wieder vorbeizuschauen. Am Sonntag waren Leo und ich, trotz strömenden Regens, bewaffnet mit Gummistiefeln und Regenparkas unterwegs, um das kleine Nashorn zu besuchen. Und um die übliche Runde vom Flusspferd über Eisbären, Pinguine und Seehunde bis zum Tiger zu machen. Wir waren ganz allein auf den Wegen, und auch der überwiegende Teil der Tiere zog es vor, im Trockenen zu bleiben. Dafür hatten wir einen Premiumplatz in der ersten Reihe bei der Fütterung der Seehunde :-)

Woelfe

pinguine

seehund

Wie man sich nun denken kann, habe ich ansonsten nicht viel zu berichten. Ich stricke hin und wieder, mehr oder weniger lustlos einige Reihen am Ärmel einer Tweedjacke und hoffe, damit demnächst fertig zu sein, so dass ich hier auch wieder ein Strickfoto zeigen kann.

Dienstag, 23. Januar 2007

Noch ein grüner Schal.

malabrigo2

Hier nun das Lemming-Foto zum Lemming-Schal. Verbraucht habe ich etwas mehr als einen Strang, das hat, kraus rechts gestrickt, für eine Länge von 125 cm und eine Breite von 12,5 cm gereicht. Ehrlich gesagt hätte ich gern noch etwas weiter daran gestrickt, einfach weil das Garn so wunderschön weich und angenehm ist, aber lang herunterhängende Enden sind bei Kinderschals wenig praktisch. Weil ich dann doch nicht aufhören konnte, wurde auch Leopold mit einer Mini-Version bedacht.

malabrigo3

Wer übrigens nach einer Quelle für Malabrigo in Deutschland sucht, mag sich vielleicht einmal diesen Shop ansehen. Christine hatte sich mit einer netten e-Mail bei mir gemeldet - vielen Dank für den Hinweis!

click clack

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