Montag, 5. November 2007

05. November

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Sonntag, 4. November 2007

04. November

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Samstag, 3. November 2007

03. November

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Freitag, 2. November 2007

02. November

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Donnerstag, 1. November 2007

01. November

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Mir hat im letzten Monat die Bilderserie von Iris gefallen. Und weil der November zu meinen Lieblingen gehört, gibt es hier - vielleicht - hoffentlich - dreißig Mal ein Novemberbild. Nummer eins stammt vom Kreuzberg heute morgen.

Jilly Scarf 3.0

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Letztes Jahr im September habe ich auf einem Mittelalterfest einen Strang grüner Merino gekauft, ganz dünn versponnen und sehr schön weich. In der Hoffnung, zumindest einen kleinen Schal daraus stricken zu können, habe ich es mit dem Federmuster von Breezy aus Rowans Classic Summer versucht. Anfangs war ich tapfer und hab mir vorgenommen, jeden Tag ein paar Reihen daran zu stricken, aber ich hatte so wenig Freude an dem Muster, dass ich das Projekt schnell zum Stricken auf dem Beifahrersitz ins Auto gelegt habe. Da lag es, mehr oder weniger unberührt, fast ein ganzes Jahr lang.

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Bis mein schlechtes Gewissen beim Anblick des Knäuels so groß war, dass ich nur noch zwei Optionen sah: wegwerfen oder verstricken. Weil mir die Farbe so gefällt und das Garn so weich ist, habe ich es natürlich nicht übers Herz gebracht, alles in die Mülltonne zu befördern. Das Federmuster weiterstricken wollte ich aber auch nicht, zumal es offenbar kaum Garn "gefressen" hat, das Knäuel war auch nach einem halben Meter Schal noch riesig groß.

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Die Lösung war schnell gefunden: der Jilly Scarf, glatt rechts gestrickt und daher nicht zu verschwenderisch im Garnverbrauch, gehört zu meinen Lieblingsmustern, zumindest gemessen daran, wie oft ich ihn schon gestrickt habe (einmal aus Kidsilk Haze und einmal aus Alpaca Silk).

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Ich habe absichtlich eine eigentlich für das Garn zu große Nadelstärke gewählt: zum einen, um ein möglichst lockeres und weich fallendes Ergebnis zu erreichen, zum anderen, um nicht zuviel von der ungewissen Lauflänge herzugeben. Einmal um den Hals wickeln können wollte ich den Schal in jeden Fall.

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Am Ende ist er knapp 2,50 Meter lang geworden und kann nun locker dreimal umgeschlagen werden. Er trägt sich ganz wunderbar, das Weiche des Garns ist durch die glatte Oberfläche des Gestricks wie zusätzlich betont, und reine Wolle wärmt ja ohnehin sehr angenehm.

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Was mich an diesem Stück besonders freut, ist das geringe Gewicht. Obwohl sich der Schal voluminös anfühlt, wiegt er nur knapp 150 Gramm. Ich kann nun jeden gut verstehen, der sich gern in ein Lace-Tuch einkuschelt, die Mischung aus leicht und warm fühlt sich geradezu luxuriös an.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Die Zähmung.

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Oder sagen wir besser, der Versuch einer Zähmung. Ich hatte den Lopi-Mantel wie angedroht der Waschmaschine übergeben, normale, rücksichtslose Buntwäsche bei 40 Grad. Danach sah er erwartungsgemäß anders aus als vorher, allerdings bei weitem nicht so verfilzt wie ich vermutet hatte. Das Gestrick ist dichter geworden und die einzelnen Maschen damit unkenntlicher, Länge und Weite aber haben sich kaum verändert. Was ebenfalls blieb, war die wirklich unerträgliche Fusselei. Nachdem Bürsten und vorsichtiges Rasieren nicht den gewünschten Effekt brachten, bin ich dem Ungetüm zur großen Belustigung von Leo sogar mit dem Staubsauger zu Leibe gerückt, mit mäßigem Erfolg. Eine deutliche Verbesserung nach der Wäsche ist die Passform, vor allem die Schulterpartie hängt sich nun nicht mehr so schnell durch. Diese Formbeständigkeit geht jedoch wieder auf Kosten der Weichheit, wobei die Lopi zwar niemals im klassischen Sinn weich war, aber zumindest ungewaschen einen weicheren Fall hatte.

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Insgesamt stehe ich dem Mantel noch immer kritisch gegenüber und würde ihn eher als Verlierer denn als Gewinner einstufen. Trotzdem habe ich eine Menge gelernt, und die Lust, einen Mantel zu stricken, ist mir dabei auch nicht abhanden gekommen. Einige wichtige Änderungen würde ich jedoch vornehmen. Zunächst: ein anderes Garn, leichter und dünner. Es mag zwar verlockend erscheinen, mit Nadelstärke 12 einen Mantel in wenigen Tagen stricken zu können, knapp zwei Kilogramm Wolle mit sich herumzutragen ist es aber definitiv nicht. Ein zweiter Punkt wäre der Schnitt. Das muss nicht allgemein gültig sein, aber zumindest für meine Figur, die Rundungen aufweist, ist eine Taillierung optisch freundlicher als die ganz gerade Form, und ich vermute, dass sich dadurch auch das bei engen Stücken beinah unvermeidliche Ausbeulen reduzieren ließe. Und dann würde ich wohl weder komplett glatt rechts stricken noch die Ärmel als Raglan in einem Stück anstricken. Ein stabilisierendes Muster, Moss Stitch und / oder Zöpfe und feste Nähte geben mit Sicherheit mehr Halt.

Vielleicht gibt es ja in diesem Winter noch einen zweiten gestrickten Mantel in meinem Schrank ... mal sehen!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Herbstreisen.

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Drei Reisen haben mich im Oktober nach Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern geführt. Gemeinsam mit meiner Oma und Leo war ich in Baruth, einem kleinen Städtchen südlich von Berlin. Ein verlassenes, verfallendes Schloss ist hier noch Zeuge vom bescheidenen Reichtum vergangener Zeiten. Es gehörte dem Graf zu Solms, der die wenige Kilometer entfernt mitten im Wald gelegene Glashütte mit dem gleichnamigen Dorf bauen ließ, heute ein Museum und ein durchaus sehenswerter Touristenmagnet.

baruth-spielplatz

baruth-schloss

Ein Wochenende später war ich mit meinem Freund und seinen Eltern in der Theaterstadt Meiningen, hauptsächlich, um dort die Aufführungen von Faust I und Faust II zu sehen. Das sonnige Wetter lud aber auch zu vielen Spaziergängen durch und um die Stadt ein. Im Englischen Garten konnten wir sogar eine Gruppe erstaunlich zahmer Wildgänse beobachten. Weiß jemand, ob diese Gänse auf dem Weg in den Süden sind oder ob sie hier überwintern?

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Und zum Schluss waren Leo und ich auf Hiddensee, zum Entspannen und Faulenzen. Getrickt habe ich in all der Zeit kaum, sollte das Licht am Wochenende passabel sein, zeige ich euch aber trotzdem in der nächsten Woche das eine oder andere fertige Stück.

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hiddensee-strand

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Dienstag, 9. Oktober 2007

Noch ein Ungeheuer ....

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.... dieses Mal nicht mit Zacken versehen, sondern mit Haaren. Und Haken. Der graue Islandmantel ist seit zwei Wochen fertig, seit dem hadere ich mit mir, ob ich ihn behalten, auftrennen, wegwerfen oder in die Kochwäsche werfen sollte. Aber der Reihe nach. Gestrickt habe ich ihn, ohne Änderungen, nach einer Anleitung aus dem Lopi-Buch 24, mit doppelt genommener Islandwolle und Nadeln in Stärke 12 mm. Dass das kein Vergnügen war, hatte ich schon berichtet. Genauso schlimm wie der Kampf mit den kochlöffeldicken Nadeln war der mit den umherfliegenden Haaren - meine überwiegend schwarzen Röcke und Pullover sahen nach dem Stricken aus, als hätte ich eine weiße Perserkatze auf dem Arm gehabt. Dazu war meine Wohnung von Wollmäusen bevölkert, die sich schneller vermehrten, als mein Staubsauger sie vertilgen konnte. Zum Glück nur für kurze Zeit, denn ein Bonus des dicken Garns ist, dass man sehr schnell vorankommt.

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Der Mantel wird in einem Stück gestrickt, die Ärmel zunächst in Runden und ab der Raglanschräge dann gemeinsam mit dem Hauptteil. Das hat den Vorteil, dass man auf Nähte verzichten kann, und den Nachteil, dass ohne Nähte die angesichts des Gesamtgewichts des Mantels - immerhin 1.600 g - nötige Stabilität fehlt. Schon nach wenigen Anproben war der Schulterbereich überdehnt, die Knöpfe blieben nicht dort, wohin sie gehörten und ich war nur noch damit beschäftigt, irgendwo irgendwas zurechtzuzupfen. Ich habe überlegt, ob es geholfen hätte, das Garn fester zu verstricken, ich fürchte allerdings, dass das auf Kosten der Flexibilität hätte geschehen müssen, und unter Umständen wäre der Mantel durch den höheren Garnverbrauch noch schwerer geworden.

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Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass in vielen Strickheften die Models barfuß abgebildet sind? Vor allem bei Debbie Bliss sticht das ins Auge. In ihrem Alpaca Silk Buch trägt nicht eines der Mädchen Socken oder gar Schuhe, dafür aber Pullover und Jacken, die einen noch bei Außentemperaturen von minus fünf Grad wärmen könnten. Bisher habe ich immer angenommen, dass durch die nackten Beine und Füße etwas Behagliches, Sinnliches ausgedrückt werden soll, dass sich dann eben auch in Handgestricktem wiederfindet. Seit ich am Wochenende die Fotos von Ylja gemacht habe, sehe ich einen viel profaneren Grund: es ist einfach zu heiß! Meine Geduld, lange mit Stativ und Selbstauslöser zu experimentieren, war daher auch begrenzt.

Vor lauter Unbehagen über den Mantel (wobei der wärmende Faktor ja eigentlich ein positiver ist), habe ich ihn nach dem letzten Foto tatsächlich in die Waschmaschine gestopft und bei 40° gewaschen. Noch trocknet er, so dass ich nichts Endgültiges sagen kann, aber die angefilzte Struktur wirkt deutlich fester, und es sieht nicht danach aus, dass er jetzt zu klein wäre. Foto und Bericht werden folgen!

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