Montag, 24. September 2007

Ich will auch ...

teppich

... so schöne Socken haben. Und so einen schönen Teppich, um sie darauf zu fotografieren. Immerhin durften meine Füße am Wochenende über die wolkenweiche Pracht wandeln (während Leo sich gleich der Länge nach darauf fallen ließ).

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Und weil ich ja auch ansonsten meist das haben möchte, was Sabine gerade strickt, haben wir nun zwei fertige Smoulder. Mehr Bilder davon gibt es sicher bald beim grünen Apfel :-)

Dienstag, 18. September 2007

Supersize me!

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Erwischt hat es nicht mich selbst - zum Glück, sondern meine Stricknadeln. Nachdem ich in den letzten Monaten hauptsächlich Nadelstärke 3mm in der Hand hielt, hatte ich plötzlich Lust, wieder etwas mit dickeren Nadeln zu stricken.

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Und zwar mit richtig dicken. Ich weiß, für das Foto hätte ich besser etwas in Standardgröße, ein Eurostück vielleicht, zum Vergleich daneben legen sollen. Das fiel mir aber erst hinterher auf, und so müsst ihr mir einfach glauben, dass die Birne keine Miniatur ist. Die Nadeln selbst sind übrigens 12mm im Durchmesser. Das liegt irgendwo zwischen Kochlöffeln und Besenstielen und strickt sich, naja, so wie man sich das vielleicht vorstellen kann, nicht besonders angenehm.

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Gemerkt habe ich das allerdings erst, nachdem ich bereits zwei Kilogramm Wolle und noch ein Nadelspiel in gleicher Stärke gekauft hatte, für Ylja, einen Mantel aus einem älteren Lopi-Buch. Das Garn wird dafür doppelt genommen und kommt bei der Maschenprobe auf 8 Maschen und 11 Reihen je 10 Zentimeter. Man könnte also sehr, sehr schnell vorankommen. Konjunktiv. Denn tatsächlich zerrt man jede Masche einzeln über die Nadeln, was nicht nur langsam, sondern auch anstrengend ist. Nach den ersten zwanzig Zentimetern habe ich alles in eine Kiste geworfen und dort für gut zwei Jahre liegen lassen.

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Meinem plötzlichem Wunsch nach dickem Garn und dicken Nadeln kam das aber entgegen, und obwohl es nicht der allergrößte Spaß ist, geht es doch vorwärts und ich bin mit dem zweiten Ärmel, hier auf dem Bild noch im Anfangsstadium zu sehen, fast fertig. Meine Mutter bemerkte übrigens, es würde aussehen, als stricke ich mit Kugelschreibern. Das müssten dann allerdings welche im XXL-Format sein. Aber was solls: mir fehlt nur noch der Teil, an dem die Ärmel mit dem Vorder- und Rückenteil zusammengefügt werden (und dann knapp zwei Kilo Wolle an den Nadeln zerren, oh je) - und dann hätte ich tatsächlich zum Beginn der kühleren Jahreszeit bereits etwas Warmes gestrickt!

Freitag, 14. September 2007

Die schönste Zeit.

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Mitunter brauche ich erstaunlich lange, um zu einfachen Erkenntnissen zu gelangen. Dass zum Beispiel drei Wochen Urlaub am Stück erholsamer sind als drei einzelne Wochen. Oder dass ein Aufenthalt am Meer entspannender ist als Sightseeing in der Stadt. Nach über zehn Jahren, in denen ich meine Ferien nie länger als zwei, drei Tage am selben Ort verbracht habe, waren wir im vergangenen Jahr für volle zwei Wochen an der Ostsee. Danach war ich so wunderbar erholt und frisch, dass wir sofort nach unserer Rückkehr beschlossen hatten, in diesem Jahr wieder zu fahren.

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Die Umgewöhnung, das Einstellen auf den anderen Rhythmus, fiel mir auch dieses Mal schwer. Es ist eine Art Panik, die mich erfasst - zwei Wochen lang einen Umkreis von wenigen Kilometern nicht zu verlassen und dabei im Wesentlichen nur zwei Dinge zu sehen: den Wald und das Meer. Aber nach kurzer Zeit lässt diese Anspannung nach, und wenige Tage später fühlt man sich der Natur und der Stille so verbunden, dass man kaum nach Hause zurückkehren mag. Ich hatte fast vergessen, wie wunderbar das Meer ist. Wie es an einem Tag bleiern und grau daliegt und mit dem Himmel zu verschmelzen scheint, und am nächsten Tag grünblau und kristallklar in der Sonne glitzert und schimmert.

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Die Farben wirken an der See oft ein wenig wie ausgewaschen, sie sind viel sanfter und subtiler schattiert, als mein Großstadtauge das normalerweise wahrnimmt. Sandbeige, Farngrün oder Himmelblau sahen für mich noch nie so schön aus wie hier.

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Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen am Strand war die Suche nach Hühnergöttern. Leo hat einen guten Blick dafür entwickelt: nachdem wir im letzten Urlaub nur zwei gefunden hatten, waren es in diesem Jahr über fünfzig. Mein Ehrgeiz hat sich dann eher auf Seeigel gerichtet, die deutlich schwerer ausfindig zu machen waren. Am Nachmittag unseres letzten Tages habe ich einen gefunden, und hüte ihn nun wie einen Schatz.

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huehnergoetter

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Eine hoffentlich schöne Zeit hat Anfang September auch für Leo begonnen. Er geht jetzt seit zwei Wochen zur Schule - recht gern, und vollkommen unaufgeregt. Als hätte er nie etwas anderes gemacht. Ich staune darüber, wie schnell er sich auf eine neue Situation einlassen kann und wünschte, ich könnte das von ihm lernen.

schultuete

Montag, 10. September 2007

Mon Chérie.

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Nach dem Bild von hinten in der vergangenen Woche nun auch ein Bild von vorn :-) Smoulder war nach zwei Wochen Stricken und zwei Tagen Nähen und Vernähen fertig und hat damit endlich einmal meinem Blognamen - den klappernden Nadeln, Ehre gemacht. Ich konnte, zum Leidwesen meiner Familie, kaum aufhören, daran zu arbeiten und habe sprichwörtlich in jeder freien Minute gestrickt. Den von Sabine schon zitierten Suchtcharakter kann ich also nur bestätigen.

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Naturgemäß etwas weniger erfreulich war die Ausarbeitung. Wie geplant hatte ich Vorder- und Rückenteil gemeinsam angeschlagen und mir damit die Seitennähte erspart, die Ärmel habe ich für die Raglanschräge ebenfalls dazugenommen (noch einmal knapp hundert Fäden weniger zu vernähen), und die vorderen Umschlagskanten habe ich, wie bei Katharina Buss beschrieben, mit einer linken Masche begonnen, was das Zusammennähen deutlich vereinfacht hat. Eine weitere kleine Änderung betrifft den Ausschnitt: im Original wird er höher gestrickt und sitzt dann recht eng am Hals. Ich habe das ausprobiert, weil es aber, zumindest bei mir, nicht besonders hübsch aussah, habe ich einen Teil wieder aufgetrennt und ein Stück früher mit den Abnahmen begonnen. Es ist immer noch ein halsnaher Ausschnitt, aber die Proportionen gefallen mir so besser.

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Ein wenig Kopfzerbrechen haben mir die Knöpfe bereitet. Nicht nur der Farbe wegen war ich unschlüssig, auch die Form hatte einige Ansprüche zu erfüllen. Da die Knopfleiste doppelt liegt, die Knopflöcher aber recht klein sind, mussten die Knöpfe eher flach und klein sein, um sowohl hindurchzupassen wie zu halten. Entschieden habe ich mich für dunkles Perlmutt, ich denke, das ist zurückhaltend genug für die leuchtenden Farben der Jacke.

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Dass Smoulder tatsächlich ein Lieblingsstück ist, sieht man nicht zuletzt daran, dass ich ihn seit Fertigstellung mindestens jeden zweiten Tag trage, eine Ehre, die bisher keinem meiner Strickstücke zuteil wurde!

Montag, 3. September 2007

Zurück im Großstadtdschungel.

smoulder-021

Erkennt ihr Smoulder? Mehr Fotos hoffentlich bald!

Freitag, 10. August 2007

Technikkram.

raglanschraege

Ich habe immer noch nicht mit Smoulder angefangen. Ehrlich gesagt, ich habe ein wenig Angst davor - ich möchte, dass das Jäckchen so perfekt wie möglich wird und daher zerbreche ich mir seit einigen Tagen den Kopf der kleinen, dennoch wichtigen Details wegen. Da wäre zum einen die Raglanschräge: da ich mir nicht zutraue, die vielen Streifen exakt passend zusammenzunähen (und außerdem das Fädenvernähen fürchte), möchte ich Smoulder in einem Stück stricken. Bei Jenny habe ich, als ich die Ärmel dazugenommen habe, die Abnahmen zur Naht gerichtet gestrickt, mit einer Masche in der Mitte - zu sehen auf dem Detailbild von gestern. Das sieht ok aus, aber auch nicht gerade unauffällig. Auf dem glatt rechts gestrickten Smoulder würde diese Variante vielleicht zu sehr hervorstechen, denke ich. Auf dem kleinen Teststück oben habe ich die Mittelmasche weggelassen, auf dem unteren die Abnahmen zum Rand gerichtet gestrickt. Leider sieht man bei beiden deutlich, dass ich ein Problem mit den nach links gerichteten Abnahmen habe, sie treten immer deutlicher hervor als die rechten. Gibt es da einen Trick, wie man das vermeiden kann? Und was meint ihr, welche Variante besser aussieht, die obere oder die untere? Oder hat jemand vielleicht eine ganz andere Idee?

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Das nächste, etwas kleinere beziehungsweise schon fast gelöste Problem ist der Rand. Die Anleitung sieht vor, eine Umschlagskante zu arbeiten, wobei die Kante an sich durch eine Hebemasche markiert wird. Ich hab dazu im großen Strickbuch nachgelesen und die Variante von Katharina Buss ausprobiert: sie strickt vor dem Beginn der Blende eine linke Masche, dann die Blendenbreite, die Hebemasche und dann die Blendenbreite plus eine Randmasche.

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Der Effekt zeigt sich beim Zusammennähen: die linke Masche, auf der Rückseite rechts erscheinend, und die zweite Masche der Blende werden zusammengefügt - das geht supereinfach selbst für Nähverweigerer wie mich. Auf der Vorderseite fällt die linke Masche praktisch kaum auf, ich hab das Teststückchen fürs Foto nur ein bisschen gespannt, damit man es erkennen kann. Was allerdings auffällt und mich wieder etwas stört, ist die lockere Hebemasche und die ebenfalls etwas lockere Masche davor. Weiß jemand, wie man das optimieren kann?

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Ein dritter Punkt ist das Ansetzen neuer Fäden beim Wechsel der Farben. Im Techknitting Blog gab es neulich eine Gegenüberstellung verschiedener Möglichkeiten, Fäden gleich beim Stricken miteinzuarbeiten. Ich habe den Back Join ausprobiert und fand das sehr einfach und schnell. Andererseits: da durch die umgeschlagene Blende genau diese Stelle im Inneren der Jacke liegt, könnte man da die Fäden nicht einfach fest verknoten und in der Blende verstecken? Oder sollte man sie trotzdem vernähen?

Fragen über Fragen. Trotzdem: morgen, auf der Fahrt in den Urlaub, möchte ich schon an Smoulder stricken!

Donnerstag, 9. August 2007

Jenny reloaded.

gooseberry-jenny-03

Bei fast allen Designs, die ich bisher gestrickt habe, hatte ich irgendwann einen toten Punkt, an dem ich anfing mich zu langweilen und eigentlich nur noch fertig werden wollte. Dass ich dann genau dasselbe Stück noch einmal stricken würde, konnte ich mir deshalb meist nicht vorstellen. Aber Jenny Nummer 2 hat mir genauso viel Spaß gemacht wie Nummer 1 was zum einen sicher am Modell selbst liegt - ich mag solche kleinen Cardigans einfach gern, und zum anderen am Material, das sich wunderbar verarbeiten lässt. Rowans Handknit Cotton gehört definitiv zu meinen Lieblingsgarnen. Ein dritter Punkt ist dazu, dass ich einiges verändert habe und es dadurch natürlich nicht haargenau dasselbe ist. Aber das sollte es ja auch nicht.

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Nachdem das Jäckchen beim ersten Versuch, der Anleitung exakt folgend, für mich um einiges zu kurz und ein wenig zu eng war, habe ich dieses Mal einige Maschen mehr angeschlagen und sowohl den Körper wie auch die Ärmel proportional dazu verlängert. Der Sitz ist nun wie auf dem Foto von Rowan zu erahnen gut taillenbedeckend. Damit der Ausschnitt nicht zu weit wird, ein Problem, was einige andere ja auch mit Jenny hatten, habe ich drei zusätzliche Abnahmereihen integriert. Und ich habe alle Teile am Stück gestrickt, also zuerst Vorder- und Rückenteil und dann die Raglanärmel. Das hatte nicht nur den Vorteil, dass ich lediglich die unteren Ärmelnähte schließen musste, es war so auch einfacher, das Lochmuster gleichmäßig zu verteilen.

Die Anleitung ist von Sarah Dallas und stammt aus dem Rowan Sommermagazin 37. Verbraucht habe ich knapp 12 Knäuel Rowan Handknit Cotton in Gooseberry sowie eine kleine Menge in Celery für die Kanten. Übrigens denke ich darüber nach, im nächsten Sommer eine dritte Jenny zu stricken, in Linen vielleicht oder in Raffia.

Mittwoch, 8. August 2007

Gute Dinge.

grueneknoepfe

In der vergangenen Woche habe ich wie besessen in jeder freien Minute an Jenny gestrickt - die winkende Belohnung ist ja dieses Mal nicht nur allein eine fertige Jacke, sondern auch die Aussicht, mit Smoulder anfangen zu können. Eigentlich wäre ich auch am Sonntag damit fertig gewesen, es fehlte nur noch ein halbes Knäuel vom Handknit Cotton. Als ich das Garn vor gut einem Jahr gekauft hatte, bin ich von der im Heft angegebenen Menge ausgegangen - nach Jenny Nummer eins wollte ich die zweite Version aber länger stricken, und weil ich mir schon dachte, dass es nicht reichen würde, hatte ich am letzten Mittwoch bei Jannette Nachschub bestellt, und der war am Sonntag natürlich noch nicht da. Also bin ich erst einmal Knöpfe kaufen gegangen. In Berlin Kreuzberg gibt es einen kleinen Laden, der bis unter die vier Meter hohen Decken mit Knöpfen gefüllt ist, viele davon in Naturmaterialien wie Horn oder Muschel und viele auch recht alt. Vintage, sozusagen. Die grünen oben im Bild hat der Verkäufer für mich ausgesucht, sie sind aus den fünfziger Jahren und passen damit perfekt zum altmodischen Stil der Jacke, meinte er :-).

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Und als ich dann gestern Abend auf dem Sofa saß und einen Knopf nach dem anderen annähte, fiel mir plötzlich ein, dass ich doch vor ein paar Wochen in einer Schublade ein Knäuel Gooseberry gesehen hatte. Aufgesprungen, hingerannt, und tatsächlich, da lag es: ich hatte offenbar beim Garnkauf vor einem Jahr die goldene Regel befolgt, immer ein Knäuel mehr zu bestellen als nötig. Damit ist Jenny tatsächlich fertig - Fotos und alles Weitere dazu hoffentlich morgen. Die bestellten Knäuel von Jannette kamen übrigens heute morgen an, zusammen mit der Cashmere Collection von Debbie Bliss, dem neuen Rowan Magazine, dem neuen Rowan Sonderheft New Shapes, allen Rowan Farbkarten und ein paar kleinen Extras. Für ein paar Sekunden habe ich überlegt, mir heute spontan einen Tag frei zu nehmen, aber da ich ab Montag für drei Wochen im Urlaub bin, hätte wohl niemand Verständnis dafür gehabt.

gruenesgarn

Und weil aller guten Dinge drei sind, zeige ich euch noch, was ich gestern im Briefkasten fand. Die Überraschung stammt von Beate und ist mein Preis dafür, dass ich der 50.000 Besucher in ihrem Blog war. Die Farbe stimmt exakt mit Gooseberry überein, womit auch gesagt wäre, dass sie mir sehr gut gefällt. Vielen lieben Dank noch einmal, Beate!

click clack

Nadelgeklapper

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